Der heutige Dogo Canario stammt vom alten Alano ab. Der Alano (spanisch "Dogge") war ein Hundetyp den wir uns am einfachsten als wehrhafte Dogge, als kraftvoller "Packer" vorstellen können, er entstand im mediterranen Raum, wie in ähnlicher Weise auf den britischen Inseln Mastiff und Bulldog sowie in Mitteleuropa der Bullenbeißer (Vorläufer des deutschen Boxers) als vergleichbare Spezies herausgezüchtet wurde.
Der Dogo Canario stellte in Spanien den direkten Nachfolger des alten Alano dar. Auch wenn diese spanischen Doggen (Alanos) bereits im Mittelalter ziemlich rein gezüchtet wurden, scheint es uns hier trotzdem richtiger von einem Hunde-Typ als von einer Hunde-Rasse im modernen Sinn zu sprechen. Der alte Alano taucht in unzähligen Büchern und Schriften verschiedener Autoren ab dem 14. Jahrhundert auf. Auch im altertümlichen Schrifttum wurde dieser Hundetyp schon immer als Alano bezeichnet. (Später folge als gleichbedeutendes Synonym auch häufig die Bezeichnung „Perro de Presa“).
Die hier beschriebenen Hatz- und Kriegshunde entsprechen erstaunlich genau unseren Dogo Canarios (aus leistungsorientierten Zuchten) von heute. Der Dogo Canario hat sich Gottlob noch nicht zu weit von seinem Ahnherrn dem spanischen “Alano“ entfernt.
Die modernen Dogo Canario Ausstellungsexemplare sind mittlerweile nicht mehr ohne weiteres mit ihrer leistungsfähigen Urform zu vergleichen.
Der historische "Alano" wurde ausschließlich auf seine Funktion gezüchtet. Er war ein reiner Arbeitshund, der mit verschiedenen Namen belegt wurde.
In seiner Reinform hat er nur auf den Kanarischen Inseln und in einigen abgelegten Teilen des spanischen Festlandes überlebt. Wobei das Wort „Reinrassigkeit“, bei distanzierter Betrachtungsweise, in der gesamten Kynologie nicht wirklich wörtlich genommen werden kann.
Heute wird diese Ur-Rasse nun häufig als "Dogo Canario", manchmal auch “Presa Canario“ oder auch “Perro de Presa“ bezeichnet. Aber auch eine ganze Reihe weiterer Synonymnamen sind gebräuchlich.
Die FCI (Belgien) hat, in Spanien, den alten spanischen "Alano" (Spanische Dogge) nun unter dem Synonymnamen "Dogo Canario" vorläufig als Rasse anerkannt. Aus den verschiedenen Lagern heraus, wird aber versucht, ebenfalls die Synonymnamen Presa, Alano und Perro de Toro bei der FCI „registrieren“ zu lassen. Dies wird natürlich nur zu einer weiteren schädlichen Zersplitterung der spanischen Doggen führen. Der „Namens-Fetisch“ lässt sich nur auf einen regional politisch geprägten Egoismus einzelner Personen begründen. Jeder will seine Dogge, jeder will seinen Lieblingsnamen, jeder will der Begründer der Rasse sein. Das dies zu einer Zersplitterung und somit zu einem enormen Genverlust führen wird, scheint den spanischen Clubs nicht bewusst zu sein.
Namenswirrwarr:
Merksatz zu der Namens Bedeutung:
Alano bedeutet übersetzt Dogge!
Alano = Dogge
Das Wort Dogo wiederum bedeutet ebenfalls übersetzt nur Dogge!
Dogo= Dogge
Die Wörter Alano sowie Dogo bedeuteten also genau das Gleiche nämliche Dogge!
(Die Pauschalbezeichnung “Perro de Presa“ bedeutet schlicht “Hund zum Packen“).
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Der Name Dogo Canario betitelt die gleiche Rasse die in alter Zeit als “Alano” und in den letzten Jahren auch häufig als “Perro de Presa Canario“ bezeichnet wurde!
Ein paar deutsche behaupten gerne auch mal das es sich beim Dogo Canario, Perro de Presa Canario und Alano um drei völlig verschiedene Rassen handelt, das ist definitiv falsch und historisch wie genetisch nicht haltbar.
----Das Wort “Alano“ wie auch das Wort “Dogo“ bedeuten im spanischen genau das selbe nämlich “Dogge“!----
Viele Quellen berufen sich darauf dass der Name "Alano" ursprünglich von den Alanen, einem indogermanischem Volksstamm abgeleitet sei. Die Alanen wurde von den Hunnen vertrieben, schlossen sich den Westgoten bei der Völkerwanderung an und verteilten sich hauptsächlich im Mittelmeerraum. Einige Alanen erreichten sogar die nördliche Spitze des afrikanischen Kontinents. Laut Geschichte wurden sie von doggenartigen wehrhaften Hunden begleitet, die dann schlussendlich auch nach ihnen benannt wurden.
Erst wesentlich später wurden diese Alanos von den spanischen "Conquistadoren" auf die Kanarischen Inseln gebracht. Auf den Kanaren hat sich der alte historische Alanotyp weitgehend unvermischt erhalten. Die Erhaltung dieses Hundetyps hing wohl sicher mit der Vorliebe der Guanchen, der kanarischen Ureinwohner, für kriegerisches Tun zusammen. Auf den Kanaren wechselte der alte Alano allerdings recht häufig seinen Namen.
Weitere reine Stämme alter Alanos haben sich auf dem Festland von Spanien erhalten, wo er auch heute noch für seine ursprünglichen Aufgaben verwendet und geschätzt wird. Auch der Zuchtaustausch zwischen Spanien und den Kanarischen Inseln brach nie ab.
Es existieren und existierten dutzende Namensvarianten für diese Rasse, je nach Ursprungsland, Region und Epoche, wie z.B.: Dogo Canario, Perro de Presa Canario, Alao, Chato, Alan, Alaunt, Alant, Alani, Presa Canario, Presa, Presa Espanol, Perro de Torro, Villano, Perro de Agarre,Perro de Jabali, Dogo Espanol...